Andreas Ulmer publiziert seine Arbeit "Die Burgen und Edelsitze Vorarlbergs und Liechtensteins" und vereinbart mit der Regierung, dass der Liechtenstein betreffende Teil auch als Sonderdruck herausgegeben werden soll


Zeitungsbericht, nicht gez. [1]

 Vaduz, 4 Oktober

 („Die Burgen und Edelsitze Vorarlbergs und Liechtensteins“)

Im Verlage der Vorarlberger Verlagsanstalt in Dornbirn erscheint in 10 bis 12 Lieferungen das Werk „Die Burgen und Edelsitze Vorarlbergs und Liechtensteins“ von Dr. A. [Andreas] Ulmer, Archivar in Bregenz. Dieses Werk behandelt alle Burgen und Edelsitze des Landes Vorarlberg – etwa 80 – sowie die 13 ehmaligen Vesten und Edelsitze im Fürstentum Liechtenstein, sowohl bau- als auch familiengeschichtlich. Der das Fürstentum Liechtenstein betreffende Teil enthält im Rahmen der Geschichte des Schlosses Vaduz auch einen Abriss der Geschichte des fürstlichen Hauses. Die erste Lieferung des Werkes ist bereits erschienen, die ferneren Lieferungen sollen in kurzen Abständen erfolgen. Nach der Anordnung des Stoffes erscheint der Liechtenstein behandelnde Teil in der Gesamtdarstellung nach dem vorarlbergischen Teile. Die liechtensteinische Regierung hat mit dem Verlage und dem Verfasser aber eine Vereinbarung getroffen, dass der liechtensteinische Teil als Sonderausgabe schon jetzt erscheint. Die Gesamtkosten des Werkes belaufen sich auf 31‘200 S für eine Auflage von 1000 Exemplaren. Die Finanzkommission des liechtensteinischen Landtages hat sich schon im vergangenen Herbst mit einem Subventionsgesuche befasst und sich damals bereit erklärt, einen angemessenen Beitrag zu leisten, sobald die Druckkosten bekannt sind. Nachdem diese Druckkosten nunmehr bekannt sind, beantragt die Kommission im Landtage die Bewilligung einer Subvention von 200 Franken.

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[1] Vorarlberger Tagblatt 6.10.1925 (LI LA SgZs 1925).